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12. Juli 2019
Newsletter der deutschen provinz der Jesuiten - 07/19
Der Schubs vom Sprungbrett: Für Wendelin Köster war die Entscheidung, Jesuit zu werden, wie ein Sprung vom Fünf-Meter-Brett im Schwimmbad. Nach nun 60 Ordensjahren schaut er in seiner Berufungsgeschichte dankbar zurück, ob genug Wasser im Schwimmbecken war, und wie es überhaupt dazu kam, dass er Jesuit wurde. Mehr erfahren

EDITORIAL

Sehr geehrte(r)  , 

beim Evangelischen Kirchentag in Dortmund haben wir über Exerzitien gesprochen. Darin rät der hl. Ignatius von Loyola: „Nicht das Vielwissen sättigt die Seele, sondern das Verkosten der Dinge von innen.“ Beim Beten sollen wir nicht nur den Verstand, sondern alle Sinne einsetzen, d.h. innerlich hören, sehen, schmecken und fühlen. Nur so finden wir Geschmack an Gott.
Wenn wir am 31. Juli Ignatius feiern, ist das für viele Urlaubszeit, wo wir den Alltag und all das, was uns tagtäglich auf uns einstürmt, für eine Zeitlang hinter uns lassen wollen und Ruhe und Zerstreuung suchen. Wer im Urlaub nicht einfach abschaltet, sondern versucht, sinnlich und bewusst zu leben, der wird auch sensibler für Gott. Wer den Urlaub genießt als Regeneration der eigenen Fähigkeit, „sinnlich“ zu sein und den inneren Zusammenhang mit der Erfahrung Gottes entdeckt, der staunt vielleicht dankbar, wie viel Lebensqualität und Freude ihm schlicht mit seinem Menschsein geschenkt ist, ohne dass er dabei alle Register der Konsumgesellschaft ziehen muss. Er findet vielleicht sehr schlichte Quellen des Genusses, die ihn auch in seinem anstrengenden beruflichen und familiären Alltag einen Weg in ein zufriedenes Leben zeigen: das Rauschen des Meeres, der Wind im Gesicht, die Wärme von Sonnenstrahlen auf der Haut…
Dies wünsche ich Ihnen und uns allen für diese sommerlichen Tage, dass wir „Schalom“ und Ruhe finden, echte „Re-kreation“, die von Gott kommt, Neuschöpfung gegen alle Erschöpfung und damit tiefste Erholung.

Pater Martin Stark SJ


Pater Martin Stark SJ

SPendenprojekt
Re-Kreation, die von Gott kommt

Urlaub bedeutet für viele Ruhe und Erholung, Kraft tanken, regenerieren. Nicht wenige wollen dabei nicht nur abschalten, sondern diese Freizeit mit Sinn füllen. Die Exerzitien des Hl.Ignatius von Loyola zielen genau darauf ab: Es ist eine Zeit, in der man lernt, auf das Innere zu hören. Die große Nachfrage nach den Kursen in unseren Exerzitienhäusern zeigt uns: Es besteht ein großes Bedürfnis nach dieser Ruhe in unserer hektischen Zeit. Mit Ihrer Spende machen Sie es möglich, dass wir dieses Angebot leisten können, beziehungsweise über die Online-Exerzitien Menschen unabhängig von Ort und ihren Lebensumständen zu erreichen.

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STuh auf der Wiese

Leipzig
Was bleibt von den Jesuiten?

In einer pulsierenden, kulturell umtriebigen und atheistisch geprägten Universitätsstadt wie Leipzig fühlen sich die Jesuiten mit ihren Zielen und dem, was sie können, bestens aufgehoben. Das sieht die Leitung der Ordensprovinz in München nicht anders, und doch werden in der vierten Etage des Gründerzeit-Mietshauses am Floßplatz 32 auf ihr Geheiß hin in der nächsten Woche die ersten Umzugskisten gepackt. Nach 69 Jahren löst der Orden seine Niederlassung in der größten sächsischen Stadt auf. Was wird von den Jesuiten bleiben? Dorothee Wanzek ist in ihrer Reportage dieser Frage nachgegangen.

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Frühstück in Leipzig.

Aktuelles

Eine Szene aus dem Film.

Theaterprojekt: Ein Film fürs Zusammenleben

Die Jesuiten haben ein Theaterstück verfilmt, das sich in die Wertedebatte rund um die Flüchtlingsthematik einmischen will. Der Film mit dem Titel „Wert-voll“ stellt die Fragen: Was ist uns in unserem Leben wichtig? Wie gelingt Zusammenhalt? Welchen Widerständen begegnen wir? Die Teilnehmer des Projektes kommen nicht nur aus Deutschland, sondern aus verschiedenen Ländern und haben zum Teil auch einen Flüchtlingshintergrund. Die gespielten Situationen auf der Bühne sind wie im Leben improvisiert.

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Die Hochschule für Philosophie in München.

Bischof Overbeck über Widerstand

Mit einem Vortrag des katholischen Militärbischofs Franz-Josef Overbeck zur Widerstandsgruppe Weiße Rose schließt die Jesuiten-Hochschule für Philosophie München (HfPh) am 15. Juli 2019 die Ringvorlesung „Bildung zum Widerstand“ ab. Unter dem Titel „Weiße Rose: Ethik des Widerstands – gestern und heute“ wird der Essener Bischof den Blick in die Zeit des Nationalsozialismus mit den moralischen Herausforderungen der Gegenwart verbinden. Anschließend diskutiert er u.a. mit dem Enkel des Widerstandskämpfers Carl Goerdeler.

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P. Hans Zollner SJ in Rom.

Zollner: Neue Normen sind ein Erfolg

Der Leiter des päpstlichen Kinderschutzzentrums, P. Hans Zollner, hält die neuen Richtlinien von Papst Franziskus im Kampf gegen sexuellen Missbrauch für ein wirksames Mittel. "So muss jede Diözese bis 1. Juni 2020 ein Prozedere entwickelt haben, wie Missbrauchsfälle anzuzeigen sind", betonte Zollner in einem Interview mit dem Kindermissionswerk "Die Sternsinger". "Das hört sich für uns wie eine Selbstverständlichkeit an, ist es aber de facto für 80 Prozent der Länder dieser Welt nicht, nämlich dort, wo Ressourcen knapp sind, und wo die Aufmerksamkeit auf dieses Thema bei weitem nicht so ausgeprägt ist."

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P. Saju George SJ aus Indien.

Hetze gegen indischen Jesuiten

Hindu-Nationalisten protestieren gegen Performances des „tanzenden Jesuiten“ in Deutschland. Zwei Auftritte wurden bereits abgesagt. P. Klaus Väthröder, Leiter der Jesuitenmission, kritisiert „Intoleranz und religiösen Extremismus“ der Kampagnenführer. Trotz einer spürbaren Zunahme religiöser und sozialer Spannungen und eines wachsenden Klimas der Intoleranz gegenüber Minderheiten wie Christen und Muslimen, hat Pater Saju George in seiner Heimat Indien „so etwas noch nie erlebt“. Saju George ist nicht nur Priester, sondern auch ein weltweit gefeierter Meister des Bharata Natyam, der klassischen südindischen Tanz-Kultur. 

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Weitere Artikel

Publikation

Die Zukunftsvision einer Frau

Frauen wollen in der Kirche gleichberechtigt mitwirken, wollen sie mitgestalten und auch verkünden. Initiativen wie „Maria 2.0“ haben uns dies in den letzten Wochen eindrücklich gezeigt und bieten eine Debatte an. Die Publikation JESUITEN will zu dieser Debatte beitragen. Für unsere Ausgabe mit dem Schwerpunkt "Kirche der Frauen" schreibt Christiane Florin über ihre persönliche Vision von Kirche. Dabei stellt sie zum Beispiel die Frage: "Glauben sie zutiefst daran, dass Jesus sich hat kreuzigen lassen, um Priesterinnen zu verhindern?"

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Christiane Florin.

Publikation

Geschlechts_identität*en

„Nicht mehr wissen, ob Männlein oder Weiblein?“ Diese Redensart wird zur Umschreibung eines Verwirrungs-, Belastungs- oder Erschöpfungszustandes gebraucht. Daraus scheint auf den ersten Blick zu folgen: Normalerweise „wissen“ wir, dass wir Mann oder Frau, Bub oder Mädchen sind, mit derselben Sicherheit, mit der wir wissen, dass wir entweder Penis und Hoden oder eine Vulva haben. Eckhard Frick SJ schreibt in der aktuellen Ausgabe des Georgs, dem Magazin der Hochschule Sankt Georgen, über die Frage nach der Idenität des Geschlechts.

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Termine

15. Juli

15 Uhr München

Weiße Rose: Ethik des Widerstands

Mit einem Vortrag von Militärbischof Franz-Josef Overbeck zur Widerstandsgruppe Weiße Rose schließt die Jesuiten-Hochschule für Philosophie München die Ringvorlesung „Bildung zum Widerstand“ ab. Anschließend diskutiert er mit dem Enkel des Widerstandskämpfers Carl Goerdeler, Berthold Goerdeler, dem Autor Jakob Knab, der Philosophin Barbara Schellhammer und dem Sozialethiker Markus Vogt.

20. Juli

18.30 Uhr Ankum

Gedenken an P. August Benninghaus SJ

Eine Märtyrer-Vesper findet am 77. Todestag von P. August Benninghaus SJ (Märtyrer aus Druchhorn) im Artländer Dom zu Ankum statt. Anschließend wird ein eigens für diesen Gedenktag komponiertes Werk von Dr. Moisei Boroda uraufgeführt. In der Kirchburg wird anschließend der August-Benninghaus-Preis 2019 verliehen.
 

27. Juli

17:45 Uhr Nürnberg

Alles ist Gebet - Ignatiusfest

In der Offenen Kirche St. Klara (Nürnberg) wird das Fest des Gründers des Jesuitenordens, des Hl. Ignatius von Loyola, schon mit einem feierlichen Gottesdienst und einem Empfang im CPH-Innenhof vorgefeiert. In vielen Jesuitenkirchen finden an diesem Wochenende und am eigentlichen Fest, am 31. Juli, festliche Gottesdienste statt.
Weitere Termine

Video-Tipp

Die Bibel auf den Punkt gebracht

Zu Sonn- und kirchlichen Feiertagen bringt ein Jesuit auf unserem YouTube-Kanal das Evangelium des Tages in seiner One Minute Homily auf den Punkt. Das Team von zehn jungen Jesuiten will die Botschaft des Evangeliums verständlich ins Netz bringen, um zu zeigen, dass die Bibel den Menschen auch heute noch etwas zu sagen hat.

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© Deutsche Provinz der Jesuiten 2018
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