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8. November 2019
Newsletter der deutschen provinz der Jesuiten - 11/19
Jesuiten verlassen gewohntes Umfeld und gewinnen: Als innovatives, pastorales Projekt ist das Online-Format junger Jesuiten „One Minute Homily“ mit dem Bonifatiuspreis ausgezeichnet worden. Das Bonfiatiuswerk verleiht den Preis für missionarisches Handeln alle drei Jahre. Der diesjährige Wettbewerb stand unter dem Leitwort: „Abenteuer Glaube. Entdecker gesucht!“. Der Mainzer Bischof Peter Kohlgraf hielt die Laudatio. Mehr erfahren

EDITORIAL

Sehr geehrte(r)  , 

manchmal wird so getan, als ob es für uns als Kirche eine Alternative gäbe zwischen einer Evangelisierung und der Strukturreform. Als ob man wählen müsste zwischen dem einen Richtigen und dem anderen Falschen. Aber Gott begegnet uns nur in unserer konkreten Geschichte, und der Glaube kann nur im Hier und Jetzt gelebt werden. Papst Franziskus beschreibt in seinem Brief „An das pilgernde Volk Gottes in Deutschland“ sehr ausführlich, was Evangelisierung nicht ist – sie ist keine Taktik kirchlicher Neupositionierung, kein Anpassen an den Zeitgeist und auch kein Versuch, Gewohnheiten und Praktiken zurückzugewinnen, die in anderen kulturellen Zusammenhängen einen Sinn ergaben. Für ihn ist Evangelisierung eine pastorale Bekehrung: Sie beginnt damit, sich selbst zu evangelisieren und die Freude am Evangelium wiederzugewinnen, indem ich mich der Wirklichkeit stelle und erkenne, was zu tun ist.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen viel Freude beim Lesen unseres Newsletters und danke Ihnen für alle Unterstützung!

Ihr Pater Martin Stark SJ


Pater Martin Stark SJ

Ehrenamt
Technischer Verstand trifft katholisches Herz

Seit einem viertel Jahrhundert ist Nils Weissenburger  ehrenamtlicher Küster in St. Canisius, Berlin. Seit mehr als 25 Jahren sorgt er treu und zuverlässig im Hintergrund dafür, dass in der Charlottenburger Jesuiten-Pfarrei alles wie am Schnürchen läuft. Nils Weissenburger, ein waschechter Berliner, der vor 77 Jahren in Pankow geboren und in St. Georg getauft wurde, leistet seit seiner Kindheit bescheiden seinen manchmal recht aufregenden Dienst in der Katholischen Kirche. Für uns schrieb er einen sehr persönlichen Rückblick.

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Nils Weissenburger.

Spendenprojekt
Seelsorge für und MIt Menschen

Was wäre ein Pfarrer ohne seinen Küster oder Mesner? In St. Canisius können die Jesuiten seit einem viertel Jahrhundert darauf vertrauen, dass Nils Weissenburger im Hintergrund dafür sorgt, dass bei Taufen, Hochzeiten und sonstigen Anlässen alles wie am Schnürchen läuft. Auch bei der Amtseinführung von Pater Manfred Hösl SJ war er mit dabei. Die Seelsorge in einer Pfarrei ist immer nur so gut, wie die vielen sichtbaren und unsichtbaren ehrenamtlichen Helfer.

Wir Jesuiten wirken als Pfarrer, als Krankenhausseelsorger, als Sterbebegleiter, bei Orientierungsgesprächen beim Wiedereintritt, als Exerzitienbegleiter. Das Einsatzgebiet ist vielfältig und fordert den ganzen Menschen. Wir danken, wenn Sie uns bei dieser Aufgabe begleiten und mit Ihren Möglichkeiten unterstützen!

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Pfarrer Manfred Hösl SJ

Aktuelles

Hochschule Sankt Georgen in Frankfurt.

Die Kirche und der Skandal

Die Hochschule Sankt Georgen widmet sich in diesem Wintersemester in ihrer Ringvorlesung dem Thema „Die Kirche und der Skandal des sexuellen Missbrauchs“. Eine Aufarbeitung der in kirchlichen Zusammenhängen ausgeübten sexualisierten Gewalt weltweit ist unumgänglich. Zu Recht werden Konsequenzen für Kirche und Pastoral gefordert. In den Vorlesungen sollen Fragen nach den Gründen gestellt und ein Blick in die Zukunft gewagt werden, um mögliche Konsequenzen im Konkreten zu beleuchten.

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Papst Franziskus bei den Jesuiten (Archiv).

Papst Franziskus mahnt Jesuiten

Papst Franziskus hat die Jesuiten zum Einsatz für Menschenrechte und Benachteiligte aufgerufen. Bei einer Tagung zum 50-jährigen Bestehen des Sozialapostolates der Jesuiten verwies er auf wachsende Fremdenfeindlichkeit und nationale Interessen sowie auf die Umweltzerstörung, die vor allem die Armen treffe. Unter diesen Umständen bedeute Nachfolge Jesu die Begleitung von Opfern, Aufmerksamkeit für menschliche Nöte und ein Aufdecken von Missständen.

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Johannes Wallacher und Th. Hofmann (v. l.)

Technik trifft Philosophie

Die Technische Universität München (TUM) und die Hochschule für Philosophie München (HFPH) intensivieren ihre Zusammenarbeit in der Lehre. Bereits im laufenden Semester besuchen die ersten Studierenden der TUM Veranstaltungen an der HFPH. Das hochschulübergreifende Studienangebot ist Teil des Exzellenzkonzepts der TUM und integriert Ethik und gesellschaftliche Fragen in die Technik- und Naturwissenschaften.

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Ulrike Gentner und P. Johann Spermann SJ.

Ignatianischer Adventskalender

Das Zentrum für Ignatianische Pädagogik hat wieder einen Adventskalender herausgebracht. Vom 1. Dezember bis 6. Januar begleitet der Kalender "Licht in allen Dingen finden" durch die Advents- und Weihnachtszeit. „Dass der Advent Momente des Innehaltens, des Hörens und der Klarheit schenkt, dass wünschen wir Ihnen!“, sagen Ulrike Gentner und Pater Johann Spermann SJ. Der Kalender ist ab sofort im Buchhandel erhältlich.

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Weitere Artikel

City-Seelsorge

Raum für Trauer

Immer im November finden Trauernde nach Allerheiligen/Allerseelen zweieinhalb Stunden einen Raum in der Offenen Kirche St. Klara in Nürnberg. Doch nicht nur Anfang November widmet sich das Seelsorgsteam der Jesuitenkirche dem Thema Trauerseelsorge. Jürgen Kaufmann ist Pastoralreferent und für die besondere Seelsorge zuständig. Er berichtet, wie es zu diesem Angebot kam, was so besonders an ihr ist und ob man einen Menschen verloren haben muss, um das Angebot von St. Klara wahrnehmen zu können.

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Trauerwand in St. Klara.

Stimmen der Zeit

Amt und Angst

Stefan Kiechle SJ sieht derzeit einen gewissen Widerstreit zwischen dem Amt, das für Ordnung und Tradition steht, und dem Charisma, das dem Geist Raum gibt und besser mit bisweilen chaotischen Umbrüchen umgehen kann. Erst wenn beide gut zusammenarbeiten, ergänzen und befruchten sie sich, schreibt er im Editorial der aktuellen Ausgabe von „Stimmen der Zeit“. Vor allem in Rom habe jedoch wieder das Amt das Zepter: Zentralismus und Kontrolle schienen etwa durch, wenn der „synodale Weg“ der deutschen Kirche von vornherein in die Schranken verwiesen werden solle.

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Termine

13. November

17 Uhr München

"Lebendige Steine" - Glaube und Kunst

Eine Gruppe von jungen Erwachsenen führt durch St. Michael – auf Deutsch und in anderen Sprachen – und erschließt die geistliche Botschaft des Kirchenraums. Die Führungen sind Einladung und Anregung, die christliche Kunst mit dem eigenen Glauben ins Gespräch zu bringen.

14. November

18:30 Uhr Regensburg

Ein Jude und ein Jesuit im Gespräch

Das Zweite Vatikanische Konzil hat vor 50 Jahren das Verhältnis der katholischen Kirche zum Judentum theologisch neu bestimmt: Dialog ist nötig, um den Anderen und im Anderen sich selber zu verstehen. Christian Rutishauser SJ, Provinzial der Schweizer Jesuiten, und Michel Bollag, Fachreferent Judentum, haben ein Interviewbuch über sich, Gott und die Welt verfasst.
 

20. November

18 Uhr Göttingen

Zeit für einen neuen Aufbruch

Mit dem Aufruf „Eine Hoffnung lernt gehen“ (1987) begaben sich alle Kirchen in der DDR in einen umfassenden Meinungsbildungsprozess. Die entstandenen Texte zu Gerechtigkeit, Frieden und Bewahrung der Schöpfung wurden wegweisend in der friedlichen Revolution von 1989 und dienten als Vorbereitung für die Europäische Ökumenische Versammlung in Basel. Ein Vortrag über ein noch nicht ausgeschöpftes Potential.
Weitere Termine

Geschenk-Tipp

Kleines Gebetskino

Der Jesuit und Blogger Bernhard Heindl SJ hat 50 Erlebnisse aus seinem Leben als geistlicher Begleiter aufgeschrieben. Diese wirken wie kleine Szenen aus einem großen Drehbuch. Damit zeigt er: Zuschauen lohnt sich! Denn wenn unsere gemeinsame Suche nach Gott so intensiv ist wie ein guter Kinofilm, dann haben wir schon viel erreicht.

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© Deutsche Provinz der Jesuiten 2019
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