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06. Dezember 2019
Newsletter der deutschen provinz der Jesuiten - 12/19
Gelübdefeier an einem historischen Datum: Bernhard Knorn SJ und Niccolo Steiner SJ legen am Sonntag ihre letzten Gelübde ab, mit denen sie sich nach vielen Jahren der Ausbildung nun fest an den Orden binden. Nicht ohne Grund haben sie den 8. Dezember ausgewählt: 75 Jahre vor ihnen legte Alfred Delp am 8.12.1944 seine letzten Gelübde im Todestrakt ab. Was die beiden mit Alfred Delp verbinden und was diese besonderen Gelübde ihnen bedeuten, erzählen sie in einem sehr persönlichem Gespräch. Hier geht´s zum Video

EDITORIAL

Sehr geehrte(r)  , 

für einen Orden gibt es wohl kaum etwas Schöneres, als wenn Menschen sich in Form der Gelübde fest an die Gemeinschaft binden. Natürlich braucht es dafür einen langen Prozess, um zu dieser Lebensform, in der man ein Leben lang reifen muss, Ja zu sagen; es braucht Klarheit und Verbindlichkeit, um darin Freiheit und Entschiedenheit finden zu können. Für mich ist das Wichtigste, dass heute deutlich wird: Auch wenn wir weniger werden, auch wenn sich die Gestalt von Kirche und Orden verändert - Gott hat für uns eine Zukunft. Und er wird uns schon den richtigen Weg dorthin zeigen, es braucht nur unsere Bereitschaft, diesen zu erkennen und dann auch zu gehen – nicht allein, sondern zusammen mit vielen anderen, Frauen und Männern, die uns und unseren Einsatz für Exerzitien und Seelsorge, Bildung und sozialer Gerechtigkeit unterstützen. Wir Jesuiten danken Ihnen dafür und wünschen eine gesegnete restliche Adventszeit!

Pater Martin Stark SJ

P.S.: Wenn Sie schon jetzt Ihre Feiertage planen wollen, haben wir die Weihnachtsgottesdienste mit Jesuiten für Sie schon mal vorbereitet...


Pater Martin Stark SJ

Aus dem Archiv

Letzte Gelübde im Todestrakt

Nicht nur dieses Jahr werden am 8. Dezember letzte Gelübde abgelegt. Schon vor 75 Jahren hat ein Jesuit an diesem Tag sich fest an den Orden gebunden. Für die Gesellschaft Jesu ein historisches Datum: Vor 75 Jahren, am 8. Dezember 1944, legte P. Alfred Delp kurz nach seiner Verurteilung zum Tode im Berliner Gefängnis seine letzten Gelübde ab. Roman Bleistein SJ war ein Mitbruder von Delp und hat sich durch seine Forschung über den Widerstand der Jesuiten gegen den Nationalsozialismus einen Namen gemacht. Er berichtet von den letzten Gelübden Delps im Todestrakt.

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A. Delp vor dem Gericht.

Spendenprojekt
Brücken bauen für Flüchtlinge

Die Bennpunkte, auf die wir täglich von den Medien gestoßen werden, fordern auf vielen Feldern den Einsatz für soziale Gerechtigkeit. Wir Jesuiten konzentrieren uns mit unseren Partnern und Ehrenamtlichen auf einen Schwerpunkte: den Flüchtlingsdienst. Ganz aktuell leben und arbeiten wir in Deutschland an zwei Orten mit Geflüchteten, in Essen und in München. Doch leisten wir auch Asylberatung und machen viel Lobbyarbeit. Die Weihnachtsbotschaft ruft uns wieder ins Gedächtnis, dass das Thema Flucht eines der wesentlichsten Aussagen unseres Glaubens beinhaltet. Bitte unterstützen Sie unsere Mitbrüder, die den Geflüchtete ihr Haus, ihr Ohr und ihr Herz öffen. Herzlichen Dank!

Hier können Sie spenden


Aktuelles

Michael Czerny SJ.

Czerny: "Ich weiß, was es heißt, Flüchtling zu sein"

Kardinal Michael Czerny SJ sieht die heutige Flüchtlingslage als zentrales Thema für alle Menschen an. "Es geht um die Zukunft unserer Gesellschaft, sowohl in den Herkunftsländern, als auch in den Regionen, wo die Menschen ankommen", sagte der aus dem tschechischen Brünn stammende Jesuit, der im Oktober zum Kardinal erhoben worden war, in einem Interview mit DOMRADIO.DE. Das Thema "betrifft uns alle irgendwie", auch wenn man "in stabilen Verhältnissen" lebe - ob als Flüchtlingshelfer oder Bedenkenträger.

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Die neue Ausgabe "theo:poesie".

Neues JESUITEN-Magazin über theo:poesie

In der Adventszeit stehen Gedichte hoch im Kurs. Neben den Düften von Kerzen und Gebäck sind es wohl die Worte der Gedichte und -lieder, die uns in weihnachtliche Stimmung versetzen können. Passend dazu ist auch die aktuelle Ausgabe der JESUITEN der Poesie gewidmet. In der Poesie ist Sprache mehr als nur beschreibend. Poesie eröffnet einen anderen Blick auf die Wirklichkeit. In der aktuellen Ausgabe der Publikation JESUITEN berichten Autor:innen auf vielfältige Wege, wie Poesie einen Zugang zu Gebet und Gott eröffnet.

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Ansgar Wucherpfennig SJ.

Wucherpfennig fordert Umdenken

Ansgar Wucherpfennig hat mit Blick auf den Missbrauchsskandal in der katholischen Kirche eine Erneuerung ihrer Sexualmoral und eine Neubewertung des Themas Homosexualität gefordert. Dadurch könne die "Risikogruppe" jener missbrauchsgefährdeter Kleriker verkleinert werden, die einen "zynischen", weil selbstverleugnenden Zölibat lebten, sagte der Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule Sankt Georgen. Zugleich wandte sich Wucherpfennig gegen die von "rechtskatholischen" Kreisen und im Vatikan verbreitete These, die homosexuelle Orientierung von Priestern sei maßgeblich für kirchliche Missbrauchsfälle verantwortlich.

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A. Holzknecht SJ und W. Dettling SJ.

Wechsel in HohenEichen

Nach achteinhalb Jahren wird Pater Wilfried Dettling SJ am 1. Januar 2020 die Leitung des Exerzitien- und Bildungshauses HohenEichen an Pater Albert Holzknecht SJ übergeben. Der Wechsel steht im Zusammenhang mit der Entscheidung des Jesuitenordens, im Jahr 2021 eine neue Provinz in Europa zu gründen. Pater Dettling wechselt in die Schweiz und wird im Lassalle-Haus, dem dortigen Exerzitien- und Bildungshaus der Jesuiten, in der Leitung tätig sein. Damit leitet zum ersten Mal in der Geschichte des 1921 gegründeten Exerzitienhauses ein Jesuit aus Österreich die ordenseigene Einrichtung in Dresden. ​

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Weitere Artikel

Advent

Gott fängt neu an, auch mit mir

Seit einigen Wochen ist schon wieder weihnachtliche Stimmung – zumindest strömt sie schon jetzt von den Supermärkten und Verkaufsständen aus. Wenn man die vier Wochen vor dem eigentlichen Weihnachtsfest nicht bewusst begeht, dann geht der Advent schnell unter.  In der Kirche steht der Advent am Anfang eines neuen Jahreslaufs durch das Kirchenjahr. Augenfällig tritt dabei das Violett als gottesdienstliche Farbe auf und erinnert, dass wie vor Ostern zunächst eine Vorbereitungszeit vor dem großen Fest steht. An Weihnachten werden wir feiern, dass Gott neu mit dieser Welt angefangen hat, indem er in Jesus von Nazareth selbst Mensch geworden ist. Ja, wir feiern jedes Jahr neu, dass Gott neu anfängt – und zwar mit mir.

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Nightfever

Weihnachten

Weihnachten feiern mit Jesuiten

Zum Weihnachtsgeheimnis hatte der Hl. Ignatius eine besondere Verehrung. Seine erste Messe als Priester feierte er nicht, wie ursprünglich geplant, im Heiligen Land, sondern vor den Krippenbrettern, die in der Kirche Santa Maria Maggiore in Rom aufbewahrt werden. Jesuiten legen traditionsgemäß ein besonderes Augenmerk darauf, dass die Festgottesdienste die Freude über die Menschwerdung Gottes lebendig werden lassen. Wie diese Freude ganz unterschiedliche Formen annehmen kann, zeigt eine Übersicht zu den diesjährigen Weihnachtsgottesdiensten der Jesuiten: Vom Krippenspiel für Kinder bis zum Angebot für Suchende in der City, von der feierlichen Christmette am Heiligen Abend bis zum Hochamt mit Meisterwerken der Kirchenmusik am ersten Weihnachtsfeiertag.

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Innenhof des Kollegs St. Blasien.

Termine

08. Dezember

10 Uhr Lampertheim

Gedenkgottesdienst für P. Alfred Delp SJ

Die Heimatgemeinde von Pater Alfred  Delp SJ, Sankt Andreas Lampertheim, erinnert in einem feierlichen Gottesdienst daran, dass der später hingerichtete Jesuit vor 75 Jahren im Strafgefängnis Berlin-Tegel seine Letzten Gelübde ablegte. Die Professformel wird im Festgottesdienst auf dem Altar liegen. Die Festpredigt hält Domdekan Prälat Heinz Heckwolf aus Mainz.

11. Dezember

19 Uhr Frankfurt/Main

Macht und Missbrauch als kirchliches Tabu

In einer Ringvorlesung erörtern Lehrende der Hochschule Sankt Georgen Konsequenzen aus dem Skandal des sexuellen Missbrauchs für Kirche und Pastoral: Klaus Kießling, Wolfgang Beck und Andreas Bieringer diskutieren darüber, ob der Kirche Kontrollmechanismen fehlen, um die Vertuschung von Missbrauch zu verhindern und was der Beitrag der Theologie sein kann?
 

23. Dezember

19:30 Uhr Nürnberg

Raum für Trauer - Andacht vor Heiligabend

In der Offenen Kirche St. Klara gibt es einen Tag vor Heiligabend eine besondere Adventliche Abschiedsfeier für Hinterbliebene. Menschen in den unterschiedlichen Phasen der Trauer finden hier einen Raum zum Abschiednehmen, gerade wenn der Tod eines anderen Menschen schon eine Zeitlang zurückliegt. Auch Menschen, die mit Kirche nichts oder nicht mehr viel zu tun haben, sind herzlich willkommen.
Weitere Termine

Kirche

Synodaler Weg ist wie Knotenlösen

In der katholischen Kirche wünschen sich viele einen Machtgestus. Eine Entscheidung, die endlich alles ändert. Aber so wird das nichts, meint Pater Bernd Hagenkord SJ, einer der beiden Geistlichen Begleiter für den Synodalen Weg. Stattdessen werde eine ganze Menge Geduld gebraucht. Über zwei Jahre sitzen einige hundert Katholikinnen und Katholiken zusammen beim synodalen Weg, in Themengruppen und in Vollversammlungen, aber was zu erwarten ist, ist noch nicht völlig klar. Der synodale Weg beginnt, und noch ist nicht klar, was genau es sein wird. Das ist ein Problem. Weil es eben nicht klar ist, gibt es wenig Interesse. Bernd Hagenkord erinnert der ganze Prozess an Knoten lösen.

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Die Knotenlöserin.

Klick-Tipp

Was hat Ignatius uns zu sagen?

Dieses Jahr führt uns P. Georg Sporschill SJ mit ausgewählten Zitaten des Ordensgründers der Jesuiten, Igantius von Loyola, durch den Advent. Er zeigt, die beinahe 500 Jahre alten Zitate sind auch heute noch sehr aktuell. Am 2. Advent zeigt er, wie ihm das Zitat "Die Meinung des anderen retten" täglich hilft.

Zu den Impulsen

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