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17. Januar 2020
Newsletter der deutschen provinz der Jesuiten - 01/20
Herzensbildung ist wichtiger denn je: Wenn eine Person bei sich angekommen ist, in ihrem Herzen frei ist, kann sie gar nicht anders, als mitfühlend zu sein für das, was um sie geschieht und verantwortungsvoll mit Kopf, Herz und Hand da zu sein. Davon ist Ulrike Gentner, stellvertretende Direktorin des Ludwigshafener Heinrich Pesch Hauses, überzeugt. Seit 2013 gibt es dort das Zentrum für Ignatianische Pädagogik, kurz ZIP. Welche Ziele verfolgt die Ignatianische Pädagogik? Und was hat sie mit Tugenden zu tun? Mehr erfahren

EDITORIAL

Sehr geehrte(r)  , 

die kommenden Wochen sind einem wichtigen und immer wieder notwendigen Gedenken gewidmet: Vor 75 Jahren wurden 13 Mitglieder des Widerstandes gegen das Hitlerregime in Plötzensee ermordet. Am 23. Januar 1945: Eugen Bolz, Reinhold Frank, Nikolaus Groß, Theodor Haubach, Herrmann Kaiser, Helmuth James Graf von Moltke, Erwin Planck, Ludwig Schwamb, Franz Sperr, Busso Thoma; und am 2. Februar 1945: P. Alfred Delp SJ, Carl Friedrich Goerdeler, Johannes Popitz.

Denn alle diese Männer, ob katholisch oder evangelisch, ob sozialdemokratisch oder konservativ, eint die Gewissheit, dass der NS-Schreckensherrschaft nur mit einer Vertiefung des eigenen christlichen Glaubens zu begegnen war. Jenseits aller konfessionellen und gesellschaftlichen Schranken sind sie daher Vorbilder im Glauben wie im Leben und geben Orientierung und Kraft. Das Gedenken ist darum gerade in diesen Wochen wichtig, wo wir uns an die Aufdeckung der Missbrauchsfälle in der Kirche erinnern und darüber nachdenken, wie wir als Kirche neu lernen können, uns an der Freude des Evangeliums zu orientieren. Das Gedenken lässt uns dem Leugnen und Vergessen widersprechen und für Frieden und Freiheit eintreten. Es fordert von uns Zivilcourage, wo heute Minderheiten diskriminiert und Menschenrechte verletzt werden, und begründet eine Gemeinschaft im Glauben über die Grenzen der Kirchen hinweg.

„Lasst uns dem Leben trauen, weil Gott es mit uns lebt!“ (P. Alfred Delp SJ)

Pater Martin Stark SJ


Pater Martin Stark SJ

Spendenprojekt
"Herzensbildung Ignatianisch"

Nach guter Bildung streben alle, denken dabei aber vornehmlich an die Aneignung von Wissen. Wir Jesuiten wollen mehr. Das Ziel ignatianisch geprägter Bildung ist die Persönlichkeitsbildung. Junge Menschen sollen zu einer Persönlichkeit geformt werden und befähigt werden, über sich und andere zu reflektieren und ein Verständnis zu entwickeln, was den Respekt der Menschenwürde beinhaltet. Über die Ignatianische Pädagogik entwickelt und begreift eine Person ihre Potenziale, dass sie ein freies und selbstverantwortetes Wesen ist. Auch gegenüber Gott.
Danke, wenn Sie unsere Bildungsarbeit hier unterstützen.



P. Mrosko in der Klasse
Björn Mrosko SJ im Unterricht

Hochschule
10 Jahre Völkerverständigung

Der Lehrstuhl für Praktische Philosophie mit Schwerpunkt Völkerverständigung der Hochschule für Philosophie München feiert 2020 sein 10-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum diskutierte Lehrstuhlinhaber Prof. Dr. Michael Reder mit Prof. Dr. Katajun Amirpur (Köln) und Prof. Dr. Heiner Bielefeldt (Erlangen) Anfang Januar über "Islam und Religionsfreiheit". Wir haben mit Professor Reder über die Arbeit des Lehrstuhls, die Bedeutung der Völkerverständigung in der Politischen Philosophie und Gefahren für die Demokratie gesprochen.

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Michael Reder

Aktuelles

Godehard Brüntrup SJ

10 Jahre Missbrauchskrise

Vor zehn Jahren wandten sich ehemalige Schüler an Klaus Mertes SJ, damals Rektor des Canisiuskollegs in Berlin. Die Männer waren Jahrzehnte zuvor Opfer von sexuellem Missbrauch geworden. Godehard Brüntrup SJ erinnert sich in seinem Editorial in der aktuellen „Stimmen der Zeit“ an die Vorgänge: Die Fälle wurden nicht vertuscht, sondern den Opfern wurde zugehört und Glauben geschenkt. Dieses Vorgehen brachte etwas ans Licht der Öffentlichkeit, das die Kirche in ihren Grundfesten erschüttern sollte und bis heute erschüttert.

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Klaus Mertes SJ

St. Blasien bekommt neuen Rektor

P. Klaus Mertes SJ wird zum Ende dieses Schuljahres das Kolleg St. Blasien verlassen und das Amt an seinen Mitbruder Pater Hans-Martin Rieder SJ (39) übergeben. Dies teilte der Provinzial der Jesuiten, Johannes Siebner SJ, mit. In einem Brief an die Kollegs-Öffentlichkeit würdigt Siebner das Wirken von Klaus Mertes SJ: „Schon jetzt möchte ich meinen Dank und meine Anerkennung für Pater Mertes  zum Ausdruck bringen.“ Mertes wird nach einer Sabbatzeit eine neue Aufgabe erhalten. Dieser Personalwechsel ist ein ordensübliches Vorgehen.

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Eingang des Jesuitenkollegs Innsbruck.

Zukunftswerkstatt nun auch in Innsbruck

Die Jesuiten in Österreich gründen in Innsbruck eine Zukunftswerkstatt SJ speziell für junge Erwachsene. Das Alter zwischen 18 und 30 Jahren ist eine Lebensphase, in der Entscheidungen zu treffen sind und manche Herausforderungen anstehen, das eigene Leben in die Hand zu nehmen. Es geht darum, seine eigene Berufung zu suchen und zu finden. Uns Jesuiten ist es wichtig, Menschen auf dieser Suche zu begleiten und zu unterstützen. Deswegen haben wir die Zukunftswerkstatt in Innsbruck gegründet. Hinter dieser verbringt sich ein Ort und Raum, an dem junge Erwachsene eingeladen sind, mit ihren Fragen und Sorgen zu uns zu kommen, um mit diesen nicht alleine zu sein.

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Symbolbild

Grundkurs Ignatianische Spiritualität zur Fasten- & Osterzeit

Zur Fastenzeit startet wieder ein Grundkurs Ignatianische Spiritualität. Dieser virtuelle Kurs, für den sich seit 2005 bereits mehr als 3.500 Teilnehmer/innen angemeldet haben, bietet einen Zugang zur Spiritualität des hl. Ignatius von Loyola, des Gründers der Jesuiten. Der große Vorteil dieses Angebots: jede Frau, jeder Mann mit einem Internetzugang kann an ihm teilnehmen, unabhängig davon, ob er/ sie in einer kleinen oder großen Stadt oder am Land wohnt. Auch die „Kurszeiten“ können weitgehend frei eingeteilt werden. Zehn Wochen lang erhält jede Teilnehmerin/ jeder Teilnehmer wöchentlich Zugang zu einer neuen Lektion. Jede Einheit umfasst einen Informationsteil und Übungsvorschläge für jeden Tag .

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Weitere Artikel

Online

Was sagt uns Jesus heute?

In den Debatten um die Zukunft der Kirche in Deutschland wird viel über Evangelisierung gesprochen. Doch offenbar meint jeder etwas anderes damit. Wir wollen Klarheit schaffen. Die aktuelle Kirchenzeitung der Verlagsgruppe Bistumspresse hat Expertinnen und Experten gefragt, was sie unter dem Begriff verstehen. Hier die Antwort von Dag Heinrichowski SJ; er ist Jesuit und bringt auf verschiedenen Social-Media-Kanälen das Evangelium des Tages in einer Minute auf den Punkt.

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Orden

Gedenken an P. Alfred Delp

Am 2. Februar jährt sich zum 75. Mal der Tag der Ermordung des Jesuitenpaters Alfred Delp SJ durch die nationalsozialistische Terrorjustiz. Am 2. Februar 1945, dem Tag, an dem die katholische Kirche das Fest Mariä Lichtmess feiert, starb Alfred Delp im Alter von 37 Jahren am Galgen der Hinrichtungsstätte Berlin-Plötzensee. Er war einer der maßgeblichen intellektuellen Köpfe im Kreisauer Kreis, der Widerstandsgruppe um den Grafen Helmuth James von Moltke, der bereits am 23. Januar 1945 hingerichtet wurde. Wie Moltke lebte und starb Delp für ein neues und besseres Deutschland. Mit Gottesdiensten und Veranstaltungen wird an den 75. Todestag erinnert.

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Alfred Delp SJ

Termine

21. Januar

19:30 Uhr Göttingen

Kann Gott allmächtig sein bei soviel Leid?

Bereits auf den ersten Seiten der Bibel begegnet uns der Versuch, das Leid in der Welt mit dem Bild eines allmächtigen Schöpfergottes in Einklang zu bringen. Das ist ein Bemühen, das sich wie ein roter Faden durch die ganze Heilige Schrift zieht und angesichts des Leidens Unschuldiger an die Grenzen menschlicher Einsicht stößt.

25. Januar

18 Uhr Dresden

Fasten mit Yoga und Meditation

Fasten an einem Ort der Stille kann so einfach sein und viel bewirken. Es hat einen großen Einfluss auf unsere körperliche und geistige Gesundheit und auf unsere menschliche Entwicklung. Der Kurs beinhaltet folgende Elemente: Yoga, Atemübungen, Meditation, Wanderungen, Gespräche.
 

05. Februar

19 Uhr Frankfurt/Main

Betreutes Wohnen - Konsequenzen aus dem Missbrauchsskandal

Eine Aufarbeitung der in kirchlichen Zusammenhängen ausgeübten sexualisierten Gewalt weltweit ist unumgänglich – menschlich wie theologisch. Zu Recht werden einschneidende Konsequenzen für Kirche und Pastoral gefordert. Ursachenforschung kann dabei helfen. Doch gerade hier klaffen die Analysen weit auseinander.
Weitere Termine

Klick-Tipp

Quiz zur Ignatianischen Spiritualität

Die Schlüsselbegriffe der ignatianischen Spiritualität und der jesuitischen Kultur beinhalten ein Vokabular von Wörtern, die eindeutig mit dem ignatianischen Ansatz verbunden sind und anderen Wörtern, die wir sonst im alltäglichen Gespräch verwenden, eine besondere Bedeutung geben. Wie viel wissen Sie über den heiligen Ignatius und die ignatianische Spiritualität? Machen Sie das Quiz, um es herauszufinden!

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© Deutsche Provinz der Jesuiten 2018
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