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15. Mai 2020
Newsletter der deutschen provinz der Jesuiten - 05/20
Auf dem Weg in den Orden: "Es war das Schlimmste und das Schönste, was ich je gemacht habe“, sagt Augustas Kalinauskas. Er und Florian Willems sind Novizen des Ordens. Im Rahmen ihrer Ausbildung zum "Jesuiten" haben sie in Ludwigshafen an der BG Unfallklinik ein Pflegepraktikum gemacht und berichten von ihren Erfahrungen.  Mehr erfahren

EDITORIAL

Sehr geehrte(r)  , 

auch wenn nach acht Wochen manche Lockerungen kommen - wir alle brauchen jetzt weiter Geduld. Und das heißt: Ausdauer und Beharrlichkeit. Das ist eine geistliche Herausforderung für uns alle und hat auch Konsequenzen für unser Zusammenleben. Der beste Weg, mit solchen Einschränkungen umzugehen und um die Macken von anderen Menschen mit Langmut zu ertragen, ist, sich die eigenen Macken bewusst zu machen. Ich selbst weiß ja um meine Grenzen. Ich bin mir oft selbst und ganz sicher auch anderen eine Last und lebe von Gottes Vergebung. Geduld bedeutet aber nicht, aufzugeben oder passiv zu sein, sondern bewusst darauf warten können, dass Gott die Sache in die Hand nimmt und Veränderung bewirkt. Denn Er geht mit, stärkt, begleitet und ist da, durch alle Höhen und Tiefen hindurch. Er fordert uns heraus. Aber er schenkt uns auch Geduld. „Was ihr braucht, ist Ausdauer, damit ihr den Willen Gottes erfüllt und die Verheißung erlangt.“ (Hebr. 10,36)
In diesen Tagen vor Pfingsten bitten wir um den Geist, der uns neu in Kontakt bringt mit dem wirklichen Leben, mit dem, was uns weiterbringen und Trost schenken kann. Seine Geduld kann in uns verborgene Schätze zum Vorschein bringen. Nehmen wir also seine Einladung zum Wachsen, Reifen und Fruchtbringen an.
In diesem Sinne wünsche ich Ihnen Geduld und die Gaben des Heiligen Geistes!

Ihr
Pater Martin Stark SJ


Pater Martin Stark SJ

Digitale Seelsorge
Spiritueller Newsletter wird fortgesetzt

Zu Beginn der Corona-Krise haben wir die "Ignatianische Nachbarschaftshilfe" ins Leben gerufen - einen täglichen  Newsletter, indem Jesuiten einen spirituellen Impuls schrieben Zudem haben wir weitere digitale Angebote aus den verschiedenen Gemeinden und Institutionen der Jesuiten aufgenommen, um nicht nur digitale Nachbarschaftshilfe zu leisten, sondern auch auf lokale Angebote hinzuweisen. Wir bekamen und bekommen aber auch umgekehrt sehr viele Rückmeldungen. Sehr wichtig ist inzwischen für viele der Vorschlag eines Hausgottesdienstes für den Sonntag daheim. Deshalb wollen wir den Newsletter fortsetzen. Er erscheint nun zwar nicht mehr täglich, aber wir verschicken ihn nun wöchentlich - immer am Samstagmorgen.

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Spendenprojekt
Seelsorge in der Corona-Krise

„Fürchtet Euch nicht“. In der Bibel werden wir an 126 Stellen dazu aufgefordert. „Leicht gesagt, doch wie mache ich das?“, sagen Sie vielleicht. Da ist Angst vor Krankheit, Sterben, Alleinsein, um den Arbeitsplatz. Anfragen nach seelsorglichem Gespräch sind bei uns seit März drastisch angestiegen. Und soweit möglich nehmen wir uns Zeit und wollen für Sie da sein. Wir Jesuiten nehmen Anteil an den Sorgen, geben sie im gemeinsamen Gebet an Jesus ab. Wir vertrauen seiner Zusage. Und ja: Die Angst weicht, weil Jesus uns diesen unerklärlichen Frieden schenkt „der höher ist als unsere Vernunft“. Spenden für den Jesuitenorden sind wichtig, damit wir weiterhin das Angebot des seelsorgerlichen Gesprächs aufrecht erhalten können. Ihre Spende für die Seelsorge der Jesuiten ist wirksam: Sie verändert Menschenleben.

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Eberhard v. Gemmingen SJ

Aktuelles

Übergabe des Essens an Ehrenamtliche.

Mahlze!t LU goes Family

Das Heinrich Pesch Haus weitet sein Essensangebot für bedürftige Menschen aus – seit heute wird nun auch Essen an Familien ausgeliefert. Seit dem 6. April bietet das Heinrich Pesch Haus jeden Tag eine warme Mahlzeit für bedürftige Menschen an. Da mit diesem Angebot aber Familien nicht erreicht werden, macht sich Mahlze!t LU nun auf den Weg: Ein ehrenamtlicher Fahrdienst versorgt nun Familien mit einer warmen Mahlzeit. Die katholischen Gemeinden Ludwigshafens und das Heinrich Pesch Haus sind die Initiatoren. Sie möchten mit Mahlze!t LU ein Zeichen der Solidarität setzen – auch wenn die Corona-Krise das Heinrich Pesch Haus hart trifft.

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Clemens Blattert SJ

Blattert wird Geistlicher Rektor

Pater Clemens Blattert SJ wird ab dem 1. Juni Geistlicher Rektor des Cusanuswerks. In der Nachfolge von Siegfried Kleymann gestaltet zukünftig ein Leitungsteam das Geistliche Programm der Begabtenförderung der katholischen Kirche in Deutschland. Einer geht, zwei Neue kommen, eine Dritte wird aktuell gewonnen: Zusammen mit Dr. Milan Wehnert bildet Blattert das neue Leitungsteam des Referats Geistliches Programms, für das zudem noch eine Theologin gewonnen wird. Zusammen wird das Trio die Geschicke des Referats in die Zukunft führen: ein Leitungsmodell, das in der Kontinuität auch neue Wege möglich macht.

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© Screenshot/Johns Hopkins University

Corona-Krise: Radikaler Wandel notwendig

Der Jesuitenorden in Europa mahnt nach den wiederholten Ausbrüchen des Coronavirus auf dem Kontinent eine Förderung "echter ethischer und sozialer Solidarität" an. In dem gemeinsamen Appell fordern die Jesuitenprovinziäle die EU auf, hart daran zu arbeiten, "die existenzielle Bedrohung zu überwinden, die vom gegenwärtigen Mangel an Bereitschaft zu internationaler Solidarität ausgeht". Die Erklärung ist von den 20 europäischen Jesuitenprovinziälen sowie dem Präsidenten der Provinziälekonferenz unterzeichnet. Die Coronavirus-Pandemie habe das Bewusstsein aller Völker Europas gestärkt, dass sie zutiefst miteinander verbunden sind. Doch es gibt auch ein Paradoxon.

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JWL bietet Kurse "eEducation Tools" an

JWL macht Lehrer fit für´s Homeschooling

Digitale Lehr-Lernmethoden sind Inhalt eines neuen eEducation-Kurses, den Jesuit Worldwide Learning (JWL) in Zusammenarbeit mit der Katholische Universität (KU) Eichstätt-Ingolstadt inzwischen auch für heimische LehrerInnen anbietet. Bislang bietet JWL seit vielen Jahren Online-Kurse für junge Menschen in Flüchtlingslagern und Konfliktgebieten an. „Professionell wird hier also seit Jahren genau das gemacht, was Schulen im Moment vor neue Aufgaben stellt – Unterricht digital und interaktiv zu gestalten“, erläutert JWL- Executive Präsident Pater Peter Balleis SJ die Idee des Kurses. Die aktuelle Corona-Krise stellt Schulen und Lehrkräfte  vor neue Herausforderungen, was die konkreten didaktischen Umsetzungsen in Homeschooling betrifft. Da hilft JWL den Schulen nun aus.

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Weitere Artikel

Corona

Aus Zahlen werden Gesichter

Auch vor uns Jesuiten hat der Corona-Virus nicht Halt gemacht. Die Zahlen zu Covid-19, wie viele sich infiziert haben oder verstorben sind, haben bei uns leider reale Gesichter bekommen. In den vergangenen Wochen mussten wir uns von sechs unserer Mitbrüder verabschieden. Wir denken an P. Johannes Beck SJ, an P. Ludwig Kathke SJ, an P. Ludwig Wiedenmann SJ, an P. Siegfried Feige SJ, an P. Hans Grotz SJ und an P. Andreas Falkner SJ und danken für das Leben unserer Mitbrüder. Der Herr schenke ihnen die ewige Ruhe.
Doch neben den Verlusten gibt es auch Grund zur Freude. Unser Mitbruder P. Walter Rupp SJ war mit seinen 93 Jahren ebenfalls an Covid-19 erkrankt. Diese Woche kam die frohe Botschaft, dass er alles erfolgreich überstanden hat: "Ich habe von Corona fast nichts gespürt und bin wieder gesund", lässt er alle Freundinnen und Freunde herzlich grüßen.


Walter Rupp SJ

Bildung

Das etwas andere Hochschul-Semester

Angesichts der Corona-Pandemie hat der Vorlesungsbetrieb an den Hochschulen in Bayern am 20. April zunächst rein digital begonnen. Studentinnen und Studenten der verschiedenen Hochschultypen, Fachrichtungen und Fachsemester arbeiten seitdem von zuhause aus an ihrem Lernfortschritt weiter. Vor welchen Herausforderungen sie stehen und wie sich ihr Hochschulalltag in Zeiten von Corona strukturiert, war eines der großen Themen, zu dem sich Wissenschaftsminister Bernd Sibler heute jeweils mit dem Seniorenstudenten Staatsminister a. D. Erwin Huber in Reisbach und der Studentin Johanna Bernsdorf in Deggendorf austauschte.

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Erwin Huber und Bernd Sibler


Klick-Tipp

Hagenkord: Der Synodale Weg ist aktuell

Der synodale Weg – war da was? Verdrängt von Corona fristet er im Augenblick ein Randdasein in der Öffentlichkeit. Und auch in der Kirche. Was schade ist, denn es gibt eine Menge zu bereden. Gerade Corona zeigt der Kirche ja deutlich, wo Schwächen liegen. Etwa im Relevanzverlust. Warum der synodale Weg nach wie vor aktuell ist, schreibt Bernd Hagenkord SJ in seinem Blog.

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© Deutsche Provinz der Jesuiten 2020
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